Architektur, Visualisierung

Stadtmuseum Kassel

Stadtmuseum Kassel

Das Haus des Stadtmuseums Kassel hat vielfache Veränderungen und Umbauten erlebt: Die Fassade wurde mehrfach angepasst, der Eingang wurde verlegt und auf die weitgehende Kriegszerstörung folgte die äußere Wiederherstellung mit neuem Innenleben. Die kommende Erweiterung des Stadtmuseums setzt mit einem Aufbau auf das bestehende Gebäude und dem Verdichten des Volumens in den vorhandenen Konturen gleichermaßen ein Zeichen für Aufbruch und Kontinuität. Die Überformung des historischen Bestands zielt auf eine stärkere Präsenz im Stadtraum und sucht zugleich nach einer sinnbild- haften Form als Reflektion der kontroversen Stadtgeschichte Kassels.

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Ebenerdige Eingangshalle Die Höhenlage der Eingangshalle wird auf Straßenniveau abgesenkt, ein neuer Fassadenausschnitt zum Ständeplatz artikuliert diese Veränderung auch in der Gebäudeansicht und schafft Ein- und Ausblicke zum Foyer.

Erschließungsband Ein Erschließungsband durchquert in einer dreieckigen Grundform alle Geschosse des Gebäudes und verbindet die Ausstellungsebenen in einem Rundgang miteinander. Die Geometrie löst sich von der Rechtwinkligkeit des Bestands und schafft so vielfältige räumliche Schnittpunkte und Überlagerungen.

„Fenster zur Stadt“ Der Rundgang durch das Stadtmuseum mündet im obersten Geschoss in einem großen Erker, der vor die Fassadenebene hervortritt und einen spektakulären Ausblick bietet: Der Blick wendet sich nach aussen und die bestehende Stadt wird gleichsam zum Ausstellungsobjekt.

Erhalt des Treppenraumes aus den 50er Jahren Auch wenn Kassel als eine typische Wiederaufbaustadt erscheint, sind die unverfälschten baulichen Zeugen aus dieser Zeit selten geworden: Die vorhandene Treppe und die Bekleidungen auf Böden und Decken in den „Eckzimmern“ des Gebäudes bekommen dadurch etwas wertvolles und bereichern den geschichtlichen Gehalt, den das Stadtmuseum über seine eigene bauliche Entwicklung erzählt.